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So organisierst du einen Tausch- und Sperrmüllmarkt

Hast du etwas zuhause, das du nicht mehr brauchst oder willst? Oder suchst du nach großen Schätzen und willst dafür nicht weit fahren? Für beides gibt es in Neukölln eine Lösung – einen selbst organisierten Tausch- und Sperrmüllmarkt in deiner Nachbarschaft.

Die Kiezhausmeister in Neukölln organisieren regelmäßig Tausch- und Sperrmüllmärkte im Kiez, bei denen du auch gern mitmachen kannst – von Flugblättern verteilen, über Nachbar*innen mobilisieren – es gibt immer genug zu tun!

In 2021 sind Tausch- und Sperrmüllmärkte an folgenden Standorten geplant.

  • Weichselplatz
  • Richardplatz
  • Schillerpromenade
  • Reuterplatz
  • High-Deck-Siedlung
  • Frauensiedlung
  • Lipschitzplatz
  • Erkstraße
  • Hufeisensiedlung 
  • Schierker Platz
  • Silbersteinstraße

Den Ort des 12. Tausch- und Sperrmüllmarktes kannst du ab sofort auf mein.berlin.de mitbestimmen – mach uns einen Vorschlag!

Wann sie sind, findest du auf unserer Webseite oder auf Facebook. Wenn du dir noch mehr Tausch- und Sperrmüllmärkte wünschst, kannst du sie auch gern mit deinen Nachbar*innen und lokalen Träger*innen organisieren. 


So organisierst du einen Tausch und Sperrmüllmarkt:

Damit alles nahtlos klappt, gibt es einige Dinge, die erfüllt gehören. Bitte beachte, dass nicht alle Standorte auch für einen Tausch- und Sperrmüllmarkt geeignet sind:

1. Bewilligungen einholen

Wähle ein Datum mit einem 8-wöchigen Vorlauf, denn du brauchst einige Bewilligungen, damit alles problemlos klappt;

  1. Zuerst musst du einen Termin mit einem Entsorgungsunternehmen vereinbaren
  2. Einen Verkehrszeichenplan bei einer Firma erstellen lassen, die Halteverbote aufstellt
  3. Sobald du diesen Plan hast, kannst du einen Antrag auf Sondernutzung stellen.
  4. Und auch einen Antrag für Lärmschutz beantragen.
  5. Hier findest du die komplette Liste.

2. Förderung beantragen

Du hast auch jederzeit die Möglichkeit über das Programm "Freiwilliges Engagement In Nachbarschaften" (https://stadtentwicklung.berlin.de/staedtebau/foerderprogramme/fein/) einen Antrag auf Sachmittel zu stellen und eine Förderung zu bekommen. Wichtig ist hier, dass der Ort für den Tausch- und Sperrmüllmarkt außerhalb eines Neuköllner QM-Gebietes liegt. Im Falle einer Bewilligung kannst du bis zu 3000 Euro bekommen, um einen Tausch- und Sperrmüllmarkt selbstständig zu organisieren und durchzuführen. Weitere Informationen zum Antragsverfahren findest du hier: www.berlin.de/ba-neukoelln/politik-und-verwaltung/beauftragte/eu-angelegenheiten/artikel.788512.php

3. Nachbar*innen einladen

Bevor es mit eurem Nachbarschafts-Sperrmüllmarkt losgehen kann, vergesst nicht, dass ihr allen Bescheid geben müsst, damit möglichst viele Menschen zusammenkommen und es einiges zum Tauschen gibt. Hängt Plakate auf, verteilt Flyer, postet auf sozialen Netzwerken. Sprecht auch gerne Cafés, lokale Vereine, etc. an, damit sie euch helfen, euren Sperrmüllmarkt anzukündigen.

4. Auf Datenschutz achten

Wenn ihr vorhabt, Fotos zu machen, müsst ihr eine Einverständniserklärung von euren Besucher*innen einholen – am einfachsten klappt das mit Aushängen.

5. AHA-Regel nicht vergessen

Solange sich die aktuelle Pandemie-Situation nicht verändert, denkt bitte unbedingt daran einen Hygieneschutzplan zu erstellen, sodass die Abstandsregeln eingehalten werden können!

6. Tauschen, abgeben und wie immer den Tag genießen

Wenn alle Helfer*innen und auch Nachbar*innen informiert sind, kann der Tausch- und Sperrmüllmarkt losgehen. Dann heißt’s nach Schätzen Ausschau halten, Altes loswerden und fachgerecht entsorgen lassen.


Welche Ausschlusskriterien gibt es bei der Auswahl von Standorten?

Der Standort muss vor allem mit großen Müllfahrzeugen erreichbar sein. Die Müllfahrzeuge müssen dort über mehrere Stunden parken können. Feuerwehrzufahrten kommen nicht in Frage. Wir bemühen uns um Orte, bei denen keine Straßensperrung und vor allem keine Sperrung von Durchgangsverkehr nötig ist, d.h. Sackgassen, Plätze, verkehrsberuhigte Straßen, etc. sind besonders gut geeignet. Da nicht nur entsorgt wird, muss außerdem noch genügend Platz für das Aufstellen von Sachen, Möbeln und anderen Gegenständen, wie z.B. Marktständen sein. Auch muss ausreichend Raum sein, damit Besucher*innen die Abstandsregeln einhalten können.

Du kannst auch gern unsere Hauskiezmeister kontaktieren. Schreibe einfach eine E-Mail an info@schoen-wie-wir.de. Sie stehen dir mit Rat gerne zur Seite.

 

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