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"Schön wie wir" stellt vor: Beate Ernst von wirBERLIN

In der Rubrik "Schön wie wir stellt vor" machen wir euch mit aktiven Neuköllner*innen bekannt. Sie befreien unsere Straßen von Müll, stehen uns mit Rat und Tat zur Seite, aktivieren Mitmenschen und haben kreative Ideen, um unseren Kiez noch schöner zu machen. Diese Neuköllner*innen solltet ihr auf jeden Fall kennen! Heute: Interview mit Beate Ernst von wirBERLIN, ein gemeinnütziger Verein, der das Ziel hat, bürgerschaftliches Engagement für mehr Aufenthalts- und Lebensqualität des öffentlichen Raums Berlins in Gang zu setzen.

Liebe Frau Ernst, Berlin ist sehr beliebt, sehr viele Menschen möchten hier wohnen. Warum ist es so wichtig, sich für mehr Nachhaltigkeit in unserer Stadt einzusetzen?

Berlin ist eine der attraktivsten Städte Deutschlands, sehr grün, mit Wasser und Kultur ein Anziehungsort für viele Menschen. Leider gibt es zunehmend mehr Orte, die sich nicht so präsentieren, wie sie sein sollten. Es gibt Winkel, die man lieber nicht sehen sollte. Wir wollen Berliner*innen darin unterstützen, sich in ihrem unmittelbaren Wohn- und Lebensraum um den Zustand von Plätzen, Grünflächen, Bürgersteigen o.a. zu kümmern und damit die Attraktivität unserer Stadt zu erhöhen. Und damit steigt natürlich auch der unmittelbare Lebenswert in den Kiezen.

 

Wie schaut diese Unterstützung von wirBERLIN konkret aus?

Wir sind seit vielen Jahren in Berlin mit einem jährlichen Aktionstag unterwegs. Dabei konnten wir beobachten und Erfahrungen sammeln, wie wichtig und notwendig bürgerschaftliches Engagement für mehr Sauberkeit und zur Verschönerung der Kieze ist. Dies wollen wir sichtbar machen, gute Beispiele aufzeigen und Anreize schaffen, sich auch dabei zu beteiligen. 2019 sind wir die Hauptinitiatoren des WORLD CLEANUP DAY BERLINs  mit dem Berlin-Motto CLEAN UP YOUR KIEZ. Im Rahmen des Aktionstags wollen wir auf die Vermüllung unseres Planeten allgemein, aber eben auch unserer Stadt und ihrer Kieze aufmerksam machen und Bürger*innen motivieren, selbst aktiv zu werden und sich, gemeinsam mit Nachbarn, Freunden, Familie, in der Schule, im Sportverein einen nahegelegenen Ort auszusuchen und diesen einladender und attraktiver zu machen. Unterstützt werden sie dabei von uns und unseren Partnern, z. B. der BSR mit Besen, Greifern und Müllsäcken, oder mit der Sichtbarkeit auf unserer Webseite, damit sich andere anschließen können.

 

Berliner*innen sollen demnach wieder mehr Verantwortung gegenüber ihren Kiezen übernehmen. Sind wir ignorant gegenüber unserem Umfeld und unseren Kiezen? Zu individualistisch?

Nein, ignorant sind wir nicht. Die Anonymität der Großstadt verhindert vieles, Verantwortung und soziale Kontrolle funktionieren in Großstädten häufig nicht mehr. Das ist die Kehrseite der Freiheit, die sie uns bringt und die wir alle genießen. Aber Ignoranz haben wir in den letzten Jahren nicht bemerkt, im Gegenteil: jedes Jahr beteiligen sich mehrere hundert Initiativen und Tausende Teilnehmer*innen an unserem Aktionstag. Auch den häufig genannten Individualismus sehen wir nicht als Problem, da der Aktionstag allen die Freiheit lässt, sich mit eigenen individuellen, kreativen und phantasievollen Aktionen zu beteiligen.

 

Der Aktionstag findet am 20./21. September statt. Wie können sich interessierte Berliner*innen bei euch melden?

Anmeldungen sind über unsere Internetseite www.wir-berlin.org/Aktionstag möglich. Dort kann man eine eigene Aktion anmelden, oder sich auch einer bereits existierenden Aktion anschließen – und vielleicht auch seine Nachbarn kennenlernen, ein schöner Nebeneffekt für mehr Nachbarschaft im Kiez. Übrigens, Aktionen sind nicht auf diese beiden Tage beschränkt, sondern können auch an einem anderen Tag im Zeitraum vom 16.-27. September stattfinden.

 

Wofür setzt sich wirBERLIN denn noch ein, abgesehen vom Aktionstag?

Wir nehmen an vielen öffentlichen Veranstaltungen und Aktionen teil, um über das Thema und seine Wichtigkeit zu informieren, und so für eine Veränderung im Umgang mit unseren gemeinsamen Flächen im öffentlichen Leben zu werben. Wir müssen mehr Bewusstsein der Berliner*innen und Gäste für Nachhaltigkeit zu schaffen. Dabei liegen uns Thematiken wie die Gefahren durch achtlos weggeworfene Zigarettenkippen oder Verpackungsmüll besonders am Herzen. Diese sind  häufiger Müll im öffentlichen Raum und bergen sogar Gefahren wie giftige Inhaltsstoffe in den Kippen, was vielen Menschen gar nicht bewusst ist. Natürlich sind Orte mit Sperrmüllablagerungen sogar auf Radwegen für uns genauso wie für viele unserer Engagierten besonders ärgerlich, hier sehen wir allerdings unsere Möglichkeiten zur Veränderung nur sehr begrenzt. Uns bewegt vor allem die Sensibilisierung und Umweltbildung der nachwachsenden Generationen, so laden wir diese z. B. in unserem Plakatwettbewerb für Kinder von 6-12 Jahren ein, sich mit Umweltschutz auseinanderzusetzen. Im Bezirk Neukölln sind wir im Rahmen der SCHÖN WIE WIR – für ein lebenswertes Neukölln - Initiative für Kleinesten zuständig. Wir bemühen uns um mehr Umweltbewusstsein und –bildung in Grundschulen und Kindertageseinrichtungen.

Außerdem sind wir, zusammen mit dem Flussbad Berlin e.V., Hauptinitiatoren des Netzwerks ALLES IM FLUSS. Dieses versammelt Berliner Akteure aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Zivilgesellschaft und setzt sich für den Schutz und die Sauberkeit der Berliner Gewässer und Ufer ein. Interessierte können sich gerne auf unserer Seite www.allesimfluss.berlin informieren.

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