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Klimaschutz / Nachhaltigkeit / Blog-Kategorien

Müll International: Plastikmüll auf den Malediven - Die Schattenseite eines Paradieses

Die Malediven, 26 Atolle im Indischen Ozean - Sonne, lange Strände, Lagunen. Ein wahrer Traum, wären da nicht die Hinterlassenschaften der Menschen. Der Inselstaat, der selber nur 440.000 Einwohner*innen zählt, wird jährlich von über 1,3 Millionen Tourist*innen aufgesucht - Tendenz stark steigend.

Der Tourismus brachte zwar den Wohlstand in das Land, doch er steht einer wehrlosen und bedrohten Natur gegenüber. Jeder Tourist produziert täglich ca. 3 kg Müll und was die wenigsten von ihnen wissen oder wahrhaben wollen: Die Malediven haben ein unfassbares Müllproblem! Um das traumhafte Bild der Inseln zu erhalten, wurde daher bereits in den 90er Jahren eine künstliche Insel geschaffen: „Thilafushi“. Hier landet der gesamte Müll der Malediven - sofern er nicht bereits vor Ort verbrannt oder ins Meer gekippt wurde. Täglich werden hier bis zu 500 Tonnen teils toxischer Abfall abgekippt und jeden Tag wächst Thilafushi weiter in Höhe und Breite. Feuer schwelen in Abfallhaufen, es herrscht beißender Gestank und es gibt brennende Nebelschwaden soweit das Auge reicht (An dieser Stelle einmal ein toller Beitrag, um einen Eindruck von der Szenerie zu bekommen: Das Jenke-Experiment auf den Malediven). Die Ärmsten der Armen - zumeist Bengalen - leben und arbeiten hier und setzen ihre Gesundheit für einen minimalen Lohn aufs Spiel.

Es muss etwas passieren und das tut es zum Glück auch. Die Malediven erheben hohe Einfuhrzölle auf Plastiktüten, eine Öko-Abgabe von $6 pro Nacht pro Gast wurde eingeführt und an Schulen wurde Einwegplastik komplett verboten. Diese ersten Schritte im Kampf gegen das Plastik reichen aber noch lange nicht aus und so entwickeln auch immer mehr Hotels nachhaltige Konzepte: Plastikfreie Hotels, Nachhaltigkeitstouren in einem Ressort, das Trinkwasser aufbereitet und in Glasflaschen abfüllt, eine Werkstatt, die aus alten Handtüchern Blumentöpfe macht, der Umstieg von Dieselgeneratoren auf Solarzellen oder ein Hotel, das an Schulen Unterricht über Umweltschutz organisiert. Dies sind nur einige nenneswerte Beipsiele für bereits ergriffene Maßnahmen, um das Thema Nachhaltigkeit auf den Maledieven zu verfolgen. Inzwischen wird auch eine Abfallverwertungsanlage aus einem Entwicklungshilfeprogramm finanziert. Ozeankind e.V. führt Plastikrebell Cleanups durch und sensibilisiert damit auf eindrückliche Weise Hotelbesitzer und Touristen gleichermaßen. Sehr gute erste Schritte, aber auch jeder Einzelne kann etwas tun, indem er z.B. leere Batterien, Sonnencreme- oder Shampooflaschen und sonstige Verpackungen wieder mit nach Hause nimmt. Das Gepäck wird durch die leeren Behältnisse keineswegs schwerer, das Gewissen aber vielleicht ein wenig leichter.

 

Fotos © Picture Allicance Acro-Image & noplastikplease.life

Text: Andrea Zimmer

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