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Südkorea recycelt 95% seiner Lebensmittelabfälle

In den letzten zwei Jahrzehnten hat Südkorea sein Müllentsorgungs-System komplett umgekrempelt – mit erstaunlichen Resultaten: wurden 2005 nur 2% der Lebensmittelabfälle recycelt so sind es heute 95%!

Die traditionelle Esskultur Südkoreas beinhaltet viele kleine Beilagen, die sich banchan nennen und häufig nicht vollständig verzehrt werden. Deshalb kommt Südkorea jährlich auf mehr als 130kg Lebensmittelabfall pro Person. Das ist selbst im Vergleich zu Europa und Nordamerika, die 95-115kg Essen pro Kopf wegwerfen, ein hoher Wert.

Um sich dem entgegen zu stellen hat die südkoreanische Regierung Anfang der 2000er Jahre radikale Maßnahmen ergriffen. Bereits 2005 wurde das Abladen von Lebensmitteln auf der Müllhalde verboten und 2013 wurde ein verpflichtendes Lebensmittel-Recycling-System eingeführt. Dazu werden spezifische Mülltüten gekauft, die farblich einer Müllkategorie entsprechen und jeweils einem Bezirk zugeordnet werden können. Sie müssen verpflichtend genutzt werden und finanzieren einen Großteil des Recyclingsystems. Da sie recht teuer sind sorgen sie außerdem dafür, dass inzwischen mehr darauf geachtet wird möglichst wenig Müll zu produzieren und somit weniger Tüten kaufen zu müssen, z.B. indem Haushalte selbst Kompost herstellen oder organischen Müll vor dem Wegwerfen Trocknen lassen.

Aus den Lebensmittelabfällen werden anschließend hauptsächlich Düngemittel hergestellt, sowie Tierfutter.

Doch nicht nur die Lebensmittel werden streng getrennt, um deren Recycling zu erleichtern – auch Glas, Papier und Plastik werden vorsortiert. Dass die Abfälle auch richtig getrennt werden wird in größeren Apartment Komplexen alle zwei Stunden kontrolliert. Für falsches Trennverhalten gibt es gesetzliche Strafen. Außerdem wird das Anzeigen von entsprechendem Fehlverhalten belohnt.

Die Regierung der Hauptstadt Seoul unterstützt zudem lokale Landwirtschaft in Form von urbanen Farmen und Gemeinschaftsgärten durch eine Übernahme der Startkosten, sodass sich die Anzahl derartiger Anlagen in den letzten sieben Jahren versechsfacht hat. Inzwischen sind es 170 Hektar, das entspricht etwa 240 Fußballfeldern. Außerdem plant die Stadtverwaltung die Installation von Kompostanlagen für Lebensmittelabfälle, um städtische Gärten zu fördern.

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