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Rückblick: Workshop mit der chilenischen Delegation

Zwei Städte auf zwei Kontinenten - so groß die Entfernung auch sein mag, stehen San Pedro De la Paz in Chile und Berlin doch vor den gleichen Herausforderungen.

Im Rahmen einer Lernpartnerschaft im Programm „City-to-City“ fand ein umfangreicher Austausch mit Vertreter*innen von San Pedro de la Paz, Chile, in Begleitung ihres Bürgermeisters statt. Im Fokus stand hierbei das Thema „Littering“ (Wegwerfen von Müll in die Umgebung). San Pedro steht wie Neukölln vor der großen Herausforderung illegaler und achtloser Müllablagerungen. So wurde ein intensiver persönlicher Austausch von Erfahrungen in Form eines Workshops umgesetzt. Geleitet wurde der Workshop von der AG Urban, die mit einem großen, begehbaren Bezirksplan von Neukölln eine plastische 'Grundlage' für den Aktionsradius Neukölln legten. Auf den Tischen lagen, ebenfalls für eine greifbarere Basis, Grundrisspläne von San Pedro. Die Leitfrage „illegaler Müll und wie lassen sich Bürger*innen sowie Tourist*innen stärker sensibilisieren?“  wurde unter den Kategorien „Wohnen - Tourismus - Transitraum - Erholung“ bearbeitet.

Je tiefer die Gruppen in den Vergleich San Pedro - Neukölln einstiegen, desto deutlich^er wurden auch grundsätzliche Unterschiede. Wenn wir in Neukölln von Müllbergen sprechen, dann handelt es sich in San Pedro eher um Müllhalden. Eine bezirkliche Entscheidungsebene wie bei uns gibt es dort nicht. Ein Projekt kann nur mit Spenden oder von „weit oben“ finanziert werden. Die Schwierigkeit, Ideen umzusetzen liegt also auf der Hand. So wundert es vielleicht auch nicht, dass eher die chilenische Delegation Ideen mitnahm als umgekehrt.

In Neukölln werden bereits aktiv Projekte umgesetzt, die unsere Mitbürger*innen dafür sensibilisieren, dass Müll keineswegs auf die Straße gehört und oftmals nicht immer wirklich Müll ist. Viele Dinge sind weiterhin Wertstoffe, die ein neues Zuhause finden können. Zum Schwerpunkt „Sensibilisierung der Bürger*innen“ wurde an den Tischen ein eigener „Ballot Bin“ gebaut. Die Idee stammt aus England und wurde von „WirBerlin“ bereits im Berliner Stadtteil Spandau umgesetzt. Ein Ballot Bin ist ein möglichst auffällig gestalteter Aschenbecher mit Abstimmungsfunktion. So landen weniger Zigarettenkippen auf dem Boden und ohne erhobenen Zeigefinger aber mit einem Augenzwinkern wird zum Mitmachen und Abstimmen angeregt. Hinter einer durchsichtigen Front stapeln sich in 2 „Antwort-Spalten" die Stummel und werden so zu einem spielerischen Stimmungsbarometer. Ein Prototyp wurde am Ende des Workshoptages von den beiden Bürgermeistern - Martin Hikel/ Neukölln und Audito Retamal Lazo/ San Pedro -  im Comenius-Garten Neukölln aufgehängt. Zur Abstimmung steht die passende Frage: Wer kümmert sich um meinen Müll? Ich oder die Stadt? Und hier schließt sich ein kleiner Kreis: Sensibilisierung zu mehr Eigenverantwortung.

 

Fotos © Schön wie wir/ Andrea Zimmer/ Bert Odenthal

Text: Andrea Zimmer 

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